Jobiqo Engage 2026: Applied Innovation. Applied Performance. Applied Sales.

Der Indeed-Job Postings-Index für HR-Stellen lag Anfang April 2026 bei 88,1. Keine dramatische Zahl, aber eine, die viel sagt. Keine Boomjahre mehr, aber auch kein freier Fall. Irgendwo dazwischen, in diesem Zwischenraum aus vorsichtigem Optimismus und echtem Handlungsdruck, trafen sich am 28. April 2026 über 100 Betreiber:innen von Stellenmärkten aus der DACH-Region in Wien.
Die Frage, die den Tag prägte, war nicht: Wohin entwickelt sich der Markt? Sondern: Was bringt heute schon Ergebnisse – in Produkt, Vertrieb und Performance? Martin Lenz, CEO von Jobiqo, brachte es im Eröffnungsblock auf den Punkt: KI ist im Alltag angekommen. Distribution verschiebt sich von Streuung hin zu messbarer Ausspielung. Und der Druck, Recruiting-Ausgaben wirklich nachvollziehbar zu machen, steigt. Die Möglichkeiten sind da, entscheidend ist, was man jetzt daraus macht.
Genau das war der Anspruch der Jobiqo Engage 2026: Applied Innovation. Applied Performance. Applied Sales. Drei Themenblöcke, ein gemeinsamer roter Faden.
"Die Mission von Jobiqo ist weiterhin Stellenmärkte über alle Dimensionen befähigen, um Performance und Umsatz zu steigern."
Applied Sales: Value-based Selling in Zeiten von KI
Davide Russo, B2B-Sales-Trainer und Gründer der Sales Leader Academy, brachte es gleich auf den Punkt: Der Markt ist schwierig – aber sich dahinter zu verstecken bringt nichts. Der Fokus gehört auf das, was in der eigenen Kontrolle liegt. Und manchmal bedeutet das, den Kund:innen zuerst zu helfen, genau das zu erkennen.
Viele Vertriebsgespräche richten vor allem an die 2–3% der potenziellen Kundschaft, die schon kaufbereit sind. Deutlich mehr Potenzial liegt jedoch in den 45% potenzieller Kund:innen, die noch gar kein Problem wahrnehmen. Wer versteht, auf welchem Bewusstseinsniveau sich das Gegenüber gerade befindet und das Gespräch darauf ausrichtet, hat einen echten Vorteil.
Und genau da setzt „Sell the case, not the product“ an. Viele unterschätzen, was Nicht-Entscheiden wirklich kostet. Cost of Vacancy und Cost of Inaction sind real, auch wenn nur wenige eine Rechnung dafür aufstellen. Wer diese Kostensichtbar macht, verschiebt das Gespräch von Features hin zu echtem Geschäftswert und öffnet damit die Tür zu strategischen Gesprächen mit denen, die über Budget und Richtung entscheiden.
Ebenso wichtig war der Blick auf den Vertrieb als Prozess. Nicht als starres Skript, sondern als Struktur, die Orientierung gibt: Wo steht gerade ein Gespräch, was ist das Ziel in dieser Phase und was braucht das Gegenüber an dieser Stelle wirklich? Wer Sales so versteht, kann gezielter kommunizieren, klarer nachfassen und den eigenen Ansatz laufend verbessern.
Applied Monetisation: Produkte, die verkaufen
Wenn Vertrieb gut läuft, öffnet er Türen – zu Gesprächen über echten Geschäftswert, zu Kund:innen, die noch gar nicht wussten, dass sie ein Problem haben. Doch was nützt ein starkes Verkaufsgespräch, wenn das Angebot dahinter nicht überzeugt? Genau hier schloss Thomas Streitberger, Commercial Director bei JOBS.DE, an. Er zeigte, wie das neueste Partner-Produkt im Jobiqo-Ökosystem zur Umsatzsteigerung beitragen kann.
Viele Recruiting-Modelle folgen noch immer derselben Grundlogik: veröffentlichen, Reichweite einkaufen, auf Wirkung hoffen. Das Medium hat sich verändert, die Logik dahinter oft nicht. JOBS.DE setzt hier mit einem anderen Ansatz an: gezielte Ausspielung, transparentes Reporting und echte Betreuung statt Transaktion nach dem Abschluss.
Was das für Partner bedeutet: ein vermarktbare zusätzliche Reichweite für Anzeigen, zusätzliche Marge, ein stärkeres Portfolio und mehr Relevanz im Kundengespräch. Vertrauen entsteht nicht durch große Versprechen, sondern durch klare Strukturen: nachvollziehbare Leistung, persönliche Betreuung und verlässliche Compliance.
Isabel Pröll, Head of Customer Success bei Jobiqo, und Romy Frubel, Principal Consultant, Jobiqo, brachten ein Thema auf den Tisch, das viele Stellenmärkte kennen: Produktportfolios, die gewachsen sind – aber nie wirklich aufgeräumt wurden. Zu viele Optionen führen nicht zu besseren Entscheidungen – sondern zu Unsicherheit. Arbeitgebende suchen keine Produktlogiken, sondern Lösungen für konkrete Probleme.
Daraus ergibt sich eine klare Anforderung: Angebote müssen verständlich, klar differenziert und bedarfsorientiert sein. Der Schlüssel liegt in einem klaren, auf die jeweiligen Bedürfnisse zugeschnittenen Portfolio: Wer kontinuierlich viele Stellen besetzt, braucht andere Modelle als jemand mit nur einer einzelnen Vakanz. Wer schwer zu besetzende Rollen vermarktet, braucht andere Hebel als jemand mit standardisiertem Volumen.
Eine praktische Checkliste aus der Session:
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Mehr als 5 Core-Produkte im Self-Service? Auswahl reduzieren
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Unterscheiden sich die Produkte klar voneinander? Unterschiede schärfer herausarbeiten
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Versteht ein Arbeitgebender die Produkte in 30 Sekunden? Beschreibungen vereinfachen
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Ist für jedes Produkt klar, welches Ziel es erfüllt? Ergebnisse kommunizieren, nicht Features
Applied Performance: Sichtbarkeit, die wirkt
KI verändert die Suche – aber ersetzt sie die Jobsuche? Alexander Chukovski, SEO- und KI-Experte, hatte eine klare Antwort: noch lange nicht. KI-Referrals machen heute noch weniger als 0,2% des Traffics führender Anzeigenportale aus. KI-Zusammenfassung verringert zwar die Klickrate bei informativen Suchanfragen um bis zu 34,5% – aber Jobsuchen sind transaktional. Filtern, Bewerben, Speichern lässt sich nicht durch eine KI-Zusammenfassung ersetzen.
Genau deshalb bleibt klassische SEO die Basis. Wer saubere Taxonomien, strukturierte Daten und eine starke organische Sichtbarkeit hat, ist auch in einer KI-dominierten Suchwelt nicht schlechter aufgestellt. Statt sich zu sehr auf neue Tracking-Ansätze zu verlassen, geht es darum, die Grundlagen sauber zu machen und die Auffindbarkeit der eigenen Inhalte aktiv zu stärken.
Dazu passte auch der Blick auf AIR 2.0. Matthias Hutterer, CTO von Jobiqo, und Andreas Kolbinger, Head of Marketing, RecruitingNOW!, zeigten, dass Reichweite zwar der Anfang ist – aber eben nur der Anfang. Entscheidend ist die Qualität der Ergebnisse entlang der gesamten Journey: von Impressionen über Klicks bis hin zu Bewerbungen und tatsächlichen Einstellungen.
Ein konkretes Ergebnis aus der Praxis: Direct-Traffic-Jobbörsen im AIR Direct Network erzielen eine Apply-Click-Rate von 16% – gegenüber 7% bei klassischen Aggregatoren. Mit SocialApply lässt sich der Bewerbungsprozess direkt im Social-Media-Kanal abschließen – mobile-first, mit bis zu zehnfach geringeren Kosten pro Bewerbung. Das Modell zeigt: Performance Marketing funktioniert dann am besten, wenn die gesamte Kette mitgedacht wird, von der ersten Aufmerksamkeit bis zur Conversion.
Working Sessions: Ideen in die Praxis bringen
Der Nachmittag gehörte den kleinen Gruppen – und den ersten nächsten Schritten.
Daniel Kloebbe, Growth Product Manager, JOBS.DE, und Alexander Chukovski leiteten eine Session rund um KI im operativen Einsatz. Der Fokus: nicht das nächste große Tool, sondern konkrete Ansätze, die sich heute schon umsetzen lassen. Ein Highlight der Session: „Wenn ich nicht weiß, wie ich etwas mit KI mache, frage ich KI“ – ein Satz, der perfekt zeigt, wie pragmatisch man mit KI umgehen kann.
Theresa Kranz, Senior Customer Success Manager bei Jobiqo, und Isabel Pröll gingen mit ihrer Gruppe tiefer in das, was im Plattform-Alltag wirklich bewegt – welche Features tatsächlich einen Unterschied machen und warum Bauchgefühl irgendwann durch ein Analytics-Dashboard ersetzt werden sollte. Praktisch, konkret, nah an der täglichen Arbeit.
Davide Russo schloss den dritten Track mit einem Deep Dive in die Discovery-Praxis ab: Wie findet man heraus, welche Probleme gerade wirklich Priorität haben? Wie führt man Gespräche so, dass am Ende nicht nur ein Abschluss steht, sondern eine Partnerschaft beginnt? Fragen, auf die keine Präsentation eine Antwort gibt – aber jedes gute Gespräch eine.
Fazit
Was bleibt, wenn das Event vorbei ist? Die Namensschilder werden abgelegt, die Laptops zugeklappt. Aber die Gespräche hören nicht auf – sie setzen sich fort: in den Köpfen, in den Teams, in den ersten To-dos, die noch am selben Abend notiert werden.
Die Jobiqo Engage 2026 war kein Abschluss, sondern ein Startpunkt. Für SEO-Strukturen, die sauber werden. Für Produktportfolios, die aufgeräumt und klarer kommuniziert werden. Für Vertriebsgespräche, die nicht mehr bei Features beginnen, sondern beim echten Geschäftswert. Die Möglichkeiten sind da – viele davon lassen sich jetzt schon umsetzen.
Welche der vorgestellten Ansätze haben für euch die höchste Priorität?
Viele der diskutierten Themen auf der Engage spiegeln sich bereits in unserer Produktsuite wider: von der White-Label-Jobboard-Plattform über Jobiqo AIR für programmatische Reichweite bis hin zu einem leistungsfähigen Search & Match für passende Ergebnisse. So erhalten Jobbörsen genau die Kombination, mit der sie Wachstum und Nutzererlebnis im eigenen Markenauftritt vorantreiben können. Klingt interessant? Wir erzählen Ihnen gerne mehr.






