Digitaler Omnibus für KI: Relevante Änderungen für Stellenmärkte

 

Regulierung und Technologie laufen selten im gleichen Tempo. Die EU-KI-Verordnung ist da keine Ausnahme. Als sie im August 2024 als risikobasierter Rahmen für Künstliche Intelligenz in Kraft trat, setzte sie sich einen ambitionierten Zeitplan. Rückblickend zeigte sich, dass die geeignete Infrastruktur für die Umsetzung noch nicht ausreichend vorbereitet war: Technische Standards befanden sich noch in der Entwicklung, nationale Aufsichtsbehörden waren im Aufbau, und der Markt – einschließlich der Online-Recruiting-Branche – musste erst herausfinden, wie Compliance tatsächlich funktionieren würde.

Genau hier setzt der Digital Omnibus zur KI an. Von der Kommission im November 2025 vorgeschlagen und am 13. März 2026 als Verhandlungsposition des Rates angenommen, handelt es sich dabei nicht um eine Rücknahme der KI-Verordnung. Vielmehr geht es um eine Anpassung: realistischere Fristen, schlankere Verwaltungsanforderungen und mehr Unterstützung für wachsende Unternehmen – ohne die zentralen Schutzmaßnahmen zu schwächen. Für Betreiber von Stellenmärkten und Recruiting-Plattformen wird das Bild dadurch klarer: Es geht vor allem darum, dem Markt mehr Vorbereitungszeit zu geben, und nicht darum, Kernpflichten aus der KI-Verordnung zu streichen.

Was die KI-Verordnung im Recruiting regelt

Die KI-Verordnung kategorisiert Systeme nach dem Risiko, das sie für Nutzer in Bezug auf deren Rechte und Sicherheit darstellen. Im Bereich Personalwesen fallen bestimmte Tools schon immer in die Hochrisikokategorie: Systeme, die gezielte Stellenanzeigen im Rahmen von Auswahlprozessen ausspielen, Bewerbungen filtern oder Kandidaten bewerten.

Dabei geht es nicht nur um generative KI- oder Chatbots, sondern um algorithmische Steuerung darüber, wer Zugang zu Chancen bekommt. Wie der Job Board Revolution Report 2026 von Jobiqo zeigt, wird diese Frage immer dringlicher. Der Markt bewegt sich zunehmend weg von passiven Stellenanzeigen hin zu ergebnisorientiertem Recruiting: Matching, Ranking, Verhaltens-Targeting und automatisierte Workflows. Je stärker eine Plattform bestimmt, wer welche Stelle sieht und wer Arbeitgebern vorgeschlagen wird, desto näher rückt sie an regulatorische Grenzen – und diese Grenzen bleiben in der KI-Verordnung bestehen. Das Omnibuspaket verschafft Plattformen lediglich mehr Zeit und eine klarere Orientierung, um verantwortungsvoll zu handeln, während die regulatorischen Vorgaben unverändert bleiben.

Fristen verschoben – Regeln unverändert

Die greifbarste Änderung betrifft den Zeitplan. Eigenständige-Hochrisiko-KI-Systeme müssen bis 2. Dezember 2027 konform mit der Regelung sein. Regulierte Produkte in eingebetteten Systemen bis zum 2. August 2028. Eigenständige Systeme werden als eigene Dienst angeboten (z. B. Tools oder Algorithmen zum Ranking von Kandidaten), während eingebettete Systeme KI-Komponenten innerhalb eines breiter zertifizierten Produkts sind. Für die meisten Stellenmärkte dürften Tools wie automatisiertes Screening als Standalone-Hochrisiko-KI gelten, besonders wenn sie als SaaS-Module oder Zusatzfunktionen angeboten werden.

KI im Recruiting bleibt Hochrisiko, sobald sie direkten Einfluss auf Jobchancen nimmt – etwa bei gezielten Stellenanzeigen, Filterung von Bewerbungen oder Kandidatenbewertungen. Entscheidend für die Einordnung ist, was ein System tun soll – nicht welche Technologie es nutzt. Eine Keyword-Suche unterscheidet sich regulatorisch grundlegend von einem Algorithmus, der Kandidat:innen bewertet, sortiert und filtert. Diese Unterscheidung klar zu dokumentieren ist eine der wichtigsten Maßnahmen, die Plattformen jetzt ergreifen können.

Die ursprünglichen Fristen waren ohnehin ambitioniert, da die erforderlichen technischen Standards und Aufsichtsstrukturen noch entwickelt wurden. Die Anpassung spiegelt diese Realität wider und verschafft mehr Zeit für die Umsetzung. Für Stellenmärkte bietet die verlängerte Vorlaufzeit Chancen – sofern sie als Chance genutzt werden. Die Plattformen, die davon am meisten profitieren, sind jene, die Governance von KI in ihre Produkte einbetten: Nutzung dokumentieren, menschliche Kontrolle integrieren und Transparenz für Arbeitgeber und Kandidat:innen sicherstellen.

Deepfakes, Fairness und Bias

Zwei weitere Aspekte des Omnibuspakets verdienen besondere Aufmerksamkeit:

Synthetische Inhalte: Als direkte Reaktion auf wachsende Deepfake-Bedenken hat der Rat ein explizites Verbot von KI-Systemen eingefügt, die nicht einvernehmliche oder missbräuchliche Bildinhalte erzeugen können. Plattformen, die Video-Profile, Employer-Branding-Inhalte oder Kandidat:innen-Präsentationen hosten, sollten ihre Moderationsrichtlinien überprüfen. Anbieter von Synthetic-Content-Tools, die vor August 2026 auf dem Markt sind, haben bis Februar 2027 Zeit, die neuen Kennzeichnungspflichten umzusetzen. Wer früh handelt und klare Richtlinien sowie sichtbare Schutzmaßnahmen einführt, stärkt das Vertrauen von Kandidat:innen und Arbeitgebern.

Bias-Erkennung: Der Omnibus eröffnet unter strengen Auflagen einen klar geregelten Weg, sensible Personendaten zur Erkennung und Behebung von Bias in KI-Systemen zu nutzen. Mit dem richtigen Rahmen lässt sich faire KI belegen – gegenüber Arbeitgebern, Bewerbenden und Behörden gleichermaßen. Und damit wird Compliance zum Wettbewerbsvorteil.

Bei Jobiqo wird dieser Ansatz seit längerem verfolgt, weil faire Matching-Algorithmen nicht nur regulatorische Pflicht, sondern auch bessere Rekrutierung bedeuten.

Mehr Unterstützung für kleinere Plattformen

Der Omnibus erweitet Maßnahmen für kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die klassische Schwellenwerte bereits überschritten haben, aber noch keine Großunternehmen sind. Dazu zählen vereinfachte Dokumentationsvorlagen, angepasste Qualitätsanforderungen, niedrigere Bußgeldobergrenzen und priorisierter Zugang zu regulatorischen Sandboxes. Gerade in dieser Wachstumsphase entstehen oft die innovativsten Produkte, und die Regulierung spiegelt dies nun wider.

Die Zeit als Gestaltungsfenster nutzen

Die Position des Rates geht nun in Trilog-Verhandlungen mit dem Europäischen Parlament und der Kommission. Änderungen sind noch möglich, der Kurs steht jedoch fest: Die EU zieht sich nicht aus der KI-Aufsicht im Recruiting zurück. Die EU setzt auf Vorgaben mit langfristigem Anspruch – und gibt dem Markt ausreichend Zeit, diese umzusetzen.

  • Governance integrieren: Matching-Logik transparent gestalten, Kandidaten Kontrolle über Datennutzung stärken und klar kommunizieren, wie KI menschliche Entscheidungen unterstützt – nicht ersetzt. Nutzungsabsichten, Datenflüsse und Überwachungspunkte dokumentieren,  bevor der Druck der 2027-Frist entsteht.
  • Vertrauen zum Alleinstellungsmerkmal machen: KI in Empfehlungen, Kandidatenvorschlägen oder generativem Content klar kennzeichnen. Verständliche Erklärungen zu KI-Praktiken veröffentlichen und Arbeitgebern zeigen, wie Tools faires, effizientes Hiring unterstützen.
  • Unterstützungsmechanismen nutzen: Mit nationalen Behörden in Kontakt treten, Sandboxen für neue Features testen und vereinfachte Dokumentationsvorlagen einsetzen, sobald diese verfügbar sind. Nationale Behörden sind verpflichtet, KMU bei der Umsetzung zu begleiten.

Wer Regulierung als Gestaltungsauftrag versteht, entwickelt bessere Produkte. Bei Jobiqo war das schon immer die Ausgangslage. Der Omnibus gibt dem Markt mehr Zeit und mehr Klarheit – beides ist eine Einladung zum Handeln, jedoch keine Ausrede abzuwarten.

 

Weitere Quellen zum Thema:

Heise Online — Omnibus AI Act | EU-KI-Verordnung – Überblick und regulatorischer Rahmen | Pressemitteilung des Rates, 13. März 2026

Top Branchen-Events und Konferenzen im Jahr 2026

Jedes Jahr gibt es in der HR- und Jobmarkt-Branche eine überwältigende Anzahl an Konferenzen und Events. Die richtige Auswahl zu treffen, ist alles andere als einfach. Genau hier setzen wir an: Im Jahr 2025 war Jobiqo auf über 30 Events weltweit vertreten und kennt die wichtigsten Branchentreffen aus erster Hand.

Wir haben unsere Event-Empfehlungen für 2026 zusammengestellt – ideal für alle, die bereits einen Stellenmarkt betreiben oder gerade dabei sind, einen zu starten.

The Future of German Media

11.–12. März 2026
📍 Hanover

Das Summit für Austausch, Innovation und die Zukunft von Qualitätsjournalismus mit starken Impulsen, klaren Debatten und exklusiven Einblicken. The Future of German Media bringt führende Expert:innen aus Redaktionen, Verlagshäusern und der Digitalwirtschaft zusammen, um die entscheidenden Erfolgsfaktoren für Journalismus im digitalen Zeitalter zu diskutieren.

Zukunft Personal Nord (ZP Nord)

25.–26. März 2026
📍 Hamburg

Die nördliche Regionalausgabe der führenden HR-Messe Europas: Bei ZP Nord stehen die Arbeitswelt von morgen, Best Practices und innovative Lösungen im Fokus. Entscheider:innen, Führungskräfte und HR-Verantwortliche tauschen sich aus, entdecken neue Produkte und profitieren von inspirierenden Programminhalten.

RecBuzz Conference

15.–16. April 2026
📍 Budapest

🎟️ €200 Rabatt mit Code: JOBIQO200

Fokus: Globale Recruiting-Marktplätze und Stellenmärkte

Organisiert von der AIM Group, bringt RecBuzz Branchenexpert:innen, Investor:innen und Betreiber:innen von Recruiting-Plattformen zusammen. Gemeinsam diskutieren sie Trends, Chancen und Herausforderungen – und knüpfen nebenbei wertvolle Kontakte.

Zukunft Personal Süd (ZP Süd)

21.–22. April 2026
📍 Stuttgart

Eine weitere Regionalveranstaltung der führenden HR-Messe-Serie Europas: ZP Süd verbindet HR-Expert:innen weiterhin mit innovativen Lösungen, aktuellen Trends und praktischen Tools aus dem gesamten HR-Ökosystem.

Jobiqo Engage

28. April 2026
📍 Wien

Nach dem erfolgreichen Jobiqo Connect im Oktober letzten Jahres sind wir bereits mitten in den Vorbereitungen für unser nächstes Event: Jobiqo Engage. Markiert euch den 27. und 28. April 2026 im Kalender! Wir starten wieder mit einem gemeinsamen Abendessen und haben spannende Insights und Themen für euch vorbereitet – weitere Infos folgen in den nächsten Wochen.

TAtech North America

6.–8. Mai 2026
📍 Charleston, South Carolina

🎟️ 10 % Rabatt mit Code: tatech10

Focus: Nordamerikanische und globale Recruiting-Marktplätze, Stellenmärkte, Recruiting- und HR-Technologie

Die TAtech North America & The World Job Board Forum ist eine einzigartige Konferenz, die sich ausschließlich auf Stellenmärkte, Talent-Marktplätze und Talent-Tech-Lösungen konzentriert. In ihrem 19. Jahr deckt sie Themen wie ATS, CRM, Conversational AI, Recruiting Advertising, Marketing und Assessment-Tools ab. Die Gespräche sind besonders praxisnah und auf die Herausforderungen der Recruiting- und HR-Branche zugeschnitten.

Job Boards Connect – Unplugged

14. Mai 2026
📍 London

🎟️ 15 % Rabatt mit Code: Jobiqo15

Focus: UK- und globale Recruiting-Marktplätze sowie Stellenmärkte

Die Unplugged Edition von Job Boards Connect bietet ein einzigartiges, interaktives Format: keine Folien, keine formellen Vorträge – stattdessen praxisnahe Gespräche und Erfahrungsaustausch mit Fachleuten aus Recruiting, Technologie, Vertrieb und Marketing.

Am Abend des 14. Mai finden zudem die DJAx Digital Job Advertising Excellence Awards statt,  um besondere Leistungen von Stellenmärkten und Anbietern im Arbeitsmarkt zu würdigen. Hinter der Konferenz stehen Louise Grant und Louise Triance, erfahrene Expertinnen im Online-Recruiting, die das Stellenmarkt-Ökosystem seit Jahren aktiv unterstützen.

European Publishing Congress

17.–18. Juni 2026
📍 Wien

Wie nutzen Medien KI bereits in ihren Prozessen? Wie lassen sich Geschäftsmodelle vor KI-Risiken schützen? Beim European Publishing Congress werden führende Medienexpert:innen Europas ihre Strategien, Best Practices und Cases für die Zukunft der Branche vorstellen. Schwerpunkte sind KI und die digitale Transformation.

TALENTpro

17.–18. Juni 2026
📍 München

TALENTpro kombiniert Konferenz und Messe in Festival-Atmosphäre. Auf zwei Tagen stehen neue Ideen, praxisnahe Einblicke und Networking im Fokus. Thematisch deckt das Event Recruiting, Employer Branding und Talentmanagement ab, ergänzt durch Live-Sessions und Vorträge von Praktiker:innen. Teilnehmende erhalten Einblicke in aktuelle Trends, Methoden und Tools und haben die Möglichkeit, sich mit Kolleg:innen, Expert:innen und Anbietern auszutauschen.

Zukunft Personal Europe (ZP Europe)

15.–17. September 2026
📍 Köln

Die ZP Europe ist Europas größte HR-Messe und bietet umfassenden Zugang zur gesamten HR-Landschaft – von etablierten Marktführern bis zu innovativen Start-ups. Die Messe verbindet Fachwissen, Trends und neue Lösungen mit offenem Austausch, kreativer Vernetzung und interdisziplinärem Wissenstransfer. So entsteht eine Plattform für ganzheitliche People-Transformation und nachhaltige Personalentwicklung.

Job Boards Connect – Main Conference

18. Oktober 2026
📍 London

🎟️ 15 % Rabatt mit Code: Jobiqo15

Das Oktober-Event folgt einem klassischen Konferenzformat mit Keynotes, Podiumsdiskussionen und Präsentationen von Betreiber:innen von Stellenmärkten und Branchenexpert:innen. Im Fokus stehen aktuelle Trends und die Zukunft der Online-Recruiting-Branche.

 

Jobiqo auf Tour

Wir freuen uns darauf, euch persönlich zu treffen, Ideen auszutauschen und gemeinsam über die Zukunft eurer Stellenmärkte zu sprechen.

 

Bleiben Sie dran und folgen Sie uns auf LinkedIn, um zu sehen, wo unser Team im Laufe des Jahres unterwegs sein wird.

Jobiqo übernimmt JOBS.DE und stärkt das Stellennetzwerk in Deutschland

Jobiqo übernimmt JOBS.DE und stärkt damit seine Präsenz im deutschen Stellenmarkt. JOBS.DE wird technologisch weiterentwickelt und erhält ein KI-basiertes Performance-Upgrade.

Jobiqo, führender Technologie- und Full-Service-Anbieter für Online-Stellenmärkte, übernimmt die Plattform JOBS.DE von der Kariera Group. Mit der Akquise stärkt Jobiqo seine Präsenz im deutschen Markt und baut seine Position als zentraler Technologiepartner für Verlage, Medienhäuser, Berufsverbände, Universitäten und Betreiber von Online-Stellenmärkten weiter aus. JOBS.DE erhält gleichzeitig ein spürbares Performance-Upgrade durch die KI-gestützte Reichweite- und Matching-Technologie von Jobiqo.

Der Online-Recruiting-Markt befindet sich in einem strukturellen Wandel. Künstliche Intelligenz, Programmatic Job Advertising, steigende Medienkosten sowie zunehmender KI-Bewerber- und Bot-Traffic verändern die Anforderungen an Online-Stellenmärkte grundlegend. Arbeitgeber erwarten zunehmend integrierte Lösungen, die Reichweite, Relevanz und messbare Ergebnisse verbinden – und sich weniger auf externe Reichweitenkanäle verlassen.

Vor diesem Hintergrund wird JOBS.DE als ergänzender nationaler Reichweiten- und Performance-Baustein innerhalb des Jobiqo Stellenmarkt-Netzwerks weiterentwickelt. Die Plattform wird auch künftig als eigenständiger Online-Stellenmarkt betrieben und dient der gezielten Verbindung nationaler Reichweite mit regionalen und fachspezifischen Stellenmärkten.

"Der Online-Stellenmarkt wird zunehmend durch Technologie gesteuert und über mehrere Kanäle hinweg orchestriert. Künstliche Intelligenz und Social Media entfalten ihren Nutzen dann, wenn sie gezielt zusammenspielen. Mit der Weiterentwicklung von JOBS.DE setzen wir diesen Ansatz konkret um und stärken zugleich das gesamte Jobiqo-Netzwerk, indem wir zusätzliche Reichweite, bessere Steuerbarkeit und höhere Qualität von Matching-Ergebnissen exklusiv für unsere Stellenmärkte schaffen."
Martin Lenz, Geschäftsführer von Jobiqo

Der Fokus liegt dabei auf qualitativen Recruiting Outcomes: Arbeitgeber sollen nicht nur Sichtbarkeit erhalten, sondern relevantere Bewerbungen, strukturierte Prozesse und nachvollziehbare Ergebnisse entlang des gesamten Recruiting-Funnels.

Mehr Optionen für Verlage und Stellenmarkt-Betreiber

Mit der Integration von JOBS.DE erweitert Jobiqo sein Stellenmarkt-Netzwerk um einen nationalen Reichweitenbaustein, der gezielt mit regionalen und fachlich spezialisierten Online-Stellenmärkten verknüpft werden kann. Dadurch entsteht zusätzliche Reichweite innerhalb eines kontrollierten, technologiegetriebenen Netzwerks, das auf Qualität und messbare Ergebnisse ausgerichtet ist.

Für Verlage und Plattformbetreiber bedeutet das mehr Unabhängigkeit von externen Reichweitenkanälen sowie eine bessere Steuerbarkeit von Performance und Recruiting-Ergebnissen. Die Vernetzung erfolgt auf Basis bestehender Jobiqo-Technologie wie beispielsweise Jobiqo AIR.

Technologie- und Performance-Upgrade für JOBS.DE

Für JOBS.DE bedeutet die Akquise ein umfangreiches technologisches Upgrade mit spürbarer Leistungssteigerung für Arbeitgeber. Die Plattform wird durch die Jobiqo-Technologie sowie internationales Know-how weiterentwickelt und profitiert künftig von einem Technologie-Stack, der konsequent auf Performance, Qualität und Skalierbarkeit ausgerichtet ist. Dazu gehören der gezielte Einsatz von Daten und Künstlicher Intelligenz, KI-basierte Search- & Match-Technologien, intelligente Reichweitensteuerung, Social-Recruiting-Ansätze sowie kontinuierliche Conversion-Optimierung.

"Ziel ist es, JOBS.DE gezielt an die veränderten Anforderungen des Online-Recruiting-Marktes anzupassen und langfristig zukunftssicher weiterzuentwickeln, mit dem Fokus auf relevante Recruiting Outcomes für Arbeitgeber. Wir sehen, dass Stellenmärkte, die durch die Jobiqo-Technologie unterstützt werden, eine mehr als doppelt so hohe Conversion Rate von qualifizierten Bewerberinnen und Bewerbern haben wie klassische Job-Aggregatoren. Diesen Performance-Vorsprung wollen wir jetzt allen unseren Kunden im Stellen-Netzwerk anbieten und weiter ausbauen."
Matthias Hutterer, CTO von Jobiqo

Über Jobiqo

Jobiqo ist ein international tätiger Technologieanbieter für Online-Stellenmärkte mit Sitz in Wien. Der Schwerpunkt des Unternehmens liegt im deutschsprachigen Raum: Allein in Deutschland betreibt Jobiqo technologisch mehr als 150 Job-Portale und arbeitet mit mehreren der führenden deutschen Verlagsgruppen zusammen. Jobiqo begleitet regionale wie nationale Medienmarken bei der strategischen Weiterentwicklung ihrer Stellenmärkte und beim Aufbau nachhaltiger Recruiting-Angebote. Anfang 2023 hat Jobiqo sein Angebot durch das kanalübergreifende Programmatic Job Advertising Service Jobiqo AIR ergänzt.

International unterstützt Jobiqo seit mehr als 14 Jahren Verlage, Medienhäuser, Verbände, Universitäten und spezialisierte Plattformbetreiber beim Aufbau, Betrieb und der Weiterentwicklung moderner Online-Stellenmärkte. Weltweit wurden bereits über 400 Jobbörsen auf Basis der Jobiqo-Technologie realisiert, darunter auch Plattformen namhafter Medien- und Marktteilnehmer wie The New York Times.

Über JOBS.DE

JOBS.DE ist ein Online-Stellenmarkt für Deutschland mit einer langjährigen Marktgeschichte und einer starken Kandidatenbasis. Die Plattform zählte zeitweise zu den größten Jobbörsen im deutschen Markt und war zuletzt Teil der Kariera Group.Als Teil des Jobiqo Stellen-Netzwerks wird JOBS.DE technologisch weiterentwickelt und gezielt an die veränderten Anforderungen des Online-Recruiting-Marktes angepasst – mit Fokus auf Reichweite, Relevanz und messbare Recruiting-Ergebnisse.

Job Boards Connect Annual Conference 2025: Wichtigste Insights und Trends

Draußen zeigte sich London in seinem herbstlichen Gewand – kühle Luft, grauer Himmel und das typische Londoner Großstadtgeräusch. Doch im Inneren des Veranstaltungsorts pulsierte das Leben: Die Job Boards Connect Annual Conference 2025 war voller Ideen, Insights und lebhafter Gespräche – ein Ort, an dem sich eine Branche in Bewegung zeigte.

Führungskräfte, Innovator:innen und Entscheidungsträger:innen aus dem gesamten Stellenmarkt- und Recruiting-Ökosystem kamen zusammen, um die rasant entwickelnde Welt von Job Advertising, Candidate Engagement und Plattform-Technologie zu beleuchten.

Über den gesamten Tag hinweg sorgten interaktive Panels, Expert Sessions und praxisnahe Diskussionen für eine inspirierende Atmosphäre, die von Neugier, Offenheit und aktivem Austausch lebte. Die Themen reichten von der wachsenden Rolle der Künstlichen Intelligenz (KI) im Recruiting über SEO und Monetarisierungsmodelle bis hin zur Zukunft der Candidate Experience. Die Vielfalt der Perspektiven zeigte einen Sektor im Wandel, der neue Herausforderungen meistert und gleichzeitig frische Wachstums- und Differenzierungschancen nutzt.

Die Konferenz vermittelte zahlreiche Impulse, die dazu anregen, bestehende Strategien zu schärfen, neue Ansätze zu testen und Chancen für das kommende Jahr gezielt zu nutzen. Die präsentierten Trends und Perspektiven liefern Orientierung für fundiertere Entscheidungen – und Mut für mehr Experimentierfreude in der Stellenmarkt- und Recruiting-Landschaft.

Von Traffic zu Talent: Stellenmärkte müssen Talente effektiver vermitteln

Da Recruiter:innen zunehmend mit einer Flut unqualifizierter Bewerbungen kämpfen, stehen Stellenmärkte unter Druck, sich neuen Prioritäten anzupassen – der Fokus muss stärker auf Qualität statt nur auf Volumen liegen. Obwohl sowohl Job Boards als auch Personalagenturen ähnliche Herausforderungen bewältigen müssen, sprechen sie oft unterschiedliche Sprachen: Recruiter:innen priorisieren qualitativ hochwertige Einstellungen (Quality Hires), Stellenmärkte traditionell Traffic und Klicks in den Vordergrund stellen.

Knapp 60% der befragten Recruiter:innen gaben an, mit einer Überflutung an unqualifizierten Bewerbungen zu kämpfen. Dies unterstreicht die dringende Notwendigkeit für besseres Filtering und relevantere Matches – im Vergleich zu nur 34%, die zu wenige Bewerbungen erhalten.

Die eigentliche Chance liegt nun darin, Qualität und Reichweite zu verbinden. Plattformen, die hohe Bewerbungszahlen liefern und gleichzeitig Recruiter:innen helfen, die richtigen Talente schneller zu identifizieren, sichern sich einen klaren Wettbewerbsvorteil. Dies kann durch fortschrittliches AI-basiertes Matching, verifizierte Kandidatenprofile, Skills-basierte Filter und kontinuierliche Talentpools, die über einmalige Bewerbungen hinausgehen. 

Stellenmärkte, die sich zu vertrauenswürdigen, datengesteuerten Hiring-Partnern entwickeln – statt nur Traffic zu generieren – sind am besten positioniert, um die nächste Phase des Recruitings aktiv mitzugestalten.

KI: Potenzialreich, Polarisierend und Prägend

Künstliche Intelligenz (KI) spielte auf nahezu allen Panels der Konferenz eine zentrale Rolle, obawohl ihre Nutzung noch begrenzt ist: Laut dem iHire’s State of Online Recruiting Report gaben nur knapp 26% der Befragten an, KI in ihren Recruiting-Prozessen integriert zu haben. Dennoch war das Interesse und die Diskussion rund um KI unübersehbar – ein Hinweis auf ihre wachsende Rolle als potenzieller Wendepunkt im Recruiting.

KI verspricht enorme Möglichkeiten: Sie kann dabei helfen, präzisere Stellenbeschreibungen zu erstellen, die Kommunikation mit Kandidat:innen zu optimieren und das Candidate Engagement zu verbessern. Damit lassen sich hartnäckige Problemstellen wie Ghosting – auf beiden Seiten des Recruiting-Prozesses – direkt angehen.

Gleichzeitig bestehen große Herausforderungen. Von KI generierte Lebensläufe, eine Überflutung scheinbar „perfekter“ Kandidaten:innen und hohe Volumina irrelevanter Bewerbungen können das Recruiting tatsächlich erschweren statt erleichtern. Das Paradoxon ist klar: Recruiter:innen wünschen sich, dass KI ihre Arbeit vereinfacht, doch ohne sorgfältiges Management kann sie genau die Probleme verstärken, die sie eigentlich lösen soll.

Das Risiko liegt nicht in der Menge an Bewerbungen, sondern in der Vielzahl irrelevanter Kandidat:innen. KI sollte helfen, die passenden Talente zu identifizieren, anstatt zusätzlichen Aufwand zu verursachen und Entscheidungen zu verzögern.

Die Diskussionen zeigten klar: KI sollte menschliche Entscheidungskompetenz ergänzen, nicht ersetzen. Tools, die helfen, die richtigen Kandidat:innen zu identifizieren, Skills zu validieren und ein intelligentes Matching zu ermöglichen, sind am effektivsten. Wer dieses Gleichgewicht findet – Effizienz steigern, ohne Kontrolle oder Kandidatenqualität zu opfern – verwandelt KI von einem bloßen Schlagwort zu einem echten Wettbewerbsvorteil.

Auch wenn sich die KI-Adoption noch in einer frühen Phase befindet, machte die Konferenz deutlich: Unternehmen, die KI klug einsetzen, profitieren am meisten – sowohl durch beschleunigte Recruiting-Prozesse als auch durch höhere Zufriedenheit der Kandidat:innen.

Here is the localized German translation for the final section, focusing on economic terminology common in the DACH business environment and maintaining the strategic tone.

Wirtschaftlicher Druck, Marktunsicherheit und neue Chancen

Quer durch das Vereinigte Königreich und die EU steht der Arbeitsmarkt unter  erheblichem Druck: knappe Budgets, verlangsamtes Wachstum und vorsichtiges Einstellen sind zum neuen Standard geworden. Wirtschaftliche Unsicherheit, inflationärer Druck und schwankende Nachfrage prägen die Recruiting-Strategien über alle Sektoren hinweg und zwingen Unternehmen, sich in diesem Umfeld zu orientieren.

Doch wo die Bedingungen schwierig sind, entstehen oft neue Chancen. Erfolg hängt jetzt nicht davon ab, mehr zu tun, sondern besser zu handeln. Es ist an der Zeit, sich strategisch zu fokussieren, Prioritäten konsequent zu setzen und effizient zu agieren.

Wenn Stellenmärkte die Herausforderungen ihrer idealen Kund:innen verstehen, Daten effektiv nutzen und ihren Mehrwert klar kommunizieren, können sie Hindernisse in Chancen verwandeln. Dazu gehört, genau zu wissen, welche Stellen am schwersten zu besetzen sind, das Verhalten von Kandidat:innen zu analysieren und Angebote gezielt auf die Bedürfnisse von Recruiter:innen und Jobsuchenden zuzuschneiden.

Auf dieser Grundlage suchen viele Stellenmärkte nach neuen Wegen, ihre Services zu monetarisieren, um ihre Erlösmodelle stärker an die aktuellen Marktbedingungen und Kundenbedürfnisse zu koppeln. Dazu zählen Abonnement-Modelle, die Kandidat:innen Zugang zu Premium-Stellenanzeigen geben, Pay-for-Placement-Modelle, bei denen nur im Erfolgsfall gezahlt wird, sowie hybride Modelle, die mehrere Einnahmequellen kombinieren. Diese Entwicklungen zeigen, dass die Preisgestaltung zunehmend direkt an messbare Recruiting-Ergebnisse gebunden wird.

Gleichzeitig bleiben die meisten Stellenmärkte vorsichtig und optimieren bestehende Modelle – Abonnements, Performance-Based Pricing und Employer-Branding-Pakette – statt radikale Risiken einzugehen.

Insgesamt entwickelt sich die Branche stetig weiter, doch der Wandel bleibt eher evolutionär als disruptiv. Stellenmärkte, die strategischen Fokus zeigen, durchdacht experimentieren und ihren Mehrwert klar vermitteln, werden auch in einem herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld am wahrscheinlichsten erfolgreich sein.

SEO: Von Keywords zu Glaubwürdigkeit

SEO hat sich weiterentwickelt – es geht längst nicht mehr nur um Keywords. Heute bestimmen Glaubwürdigkeit, Vertrauenswürdigkeit und saubere Datenstrukturen die Sichtbarkeit. Plattformen, die in hochwertigen, strukturierten Content investieren, positionieren sich als verlässliche Quellen – sowohl für menschliche Nutzer:innen als auch für AI-gestützte Suchsysteme.

Entscheidend sind heute konsequente Autorität und strukturierter Content. Guides, Karriere-Tools, detaillierte Stellenbeschreibungen und präzise Metadaten sind unverzichtbare Komponenten einer erfolgreichen Content-Strategie. Es reicht nicht mehr aus, einfach viele Stellenanzeigen zu posten oder Keywords zu streuen. Suchmaschinen und die KI-Systeme, die heute die Suchergebnisse prägen, belohnen Plattformen, die aussagekräftige, vertrauenswürdige und gut organisierte Informationen liefern und die Bedürfnisse der Nutzer:innen in jeder Phase ihrer Jobsuche erfüllen.

Gleichzeitig verändern AI-gesteuerte Neuerungen wie Google AI Overviews den Zugang zu Informationen. Diese Zusammenfassungen erscheinen ganz oben in den Suchergebnissen und reduzieren die Klicks auf klassische Informationsinhalte.

Laut Ahrefs verzeichneten im April 2025 informative Anfragen einen Rückgang der Klicks um 34,5 %, was bedeutet, dass Nutzer:innen Antworten oft erhalten, ohne die Website zu besuchen. Für Stellenmärkte ist dies ein Signal, dass Content-Strategien sich weniger auf allgemeine Informationen und stärker auf aktionsorientierte, transaktionale Inhalte konzentrieren müssen, die tatsächlich Bewerbungen generieren.

Die gute Nachricht? Laut Alexander Chukovski, bleiben transaktionale Suchanfragen, wie spezifische Jobanzeigen, relativ sicher vor AI Disruption. Jobsuchende müssen weiterhin klicken, um die Stellenanzeige anzusehen und sich zu bewerben – ein Vorteil, den Stellenmärkte verteidigen können.

Indem Plattformen in Glaubwürdigkeit, strukturierte Daten und autoritativen Content investieren und gleichzeitig die transaktionale Natur ihrer Stellenanzeigen nutzen, können sie nicht nur ihre Sichtbarkeit sichern, sondern auch Vertrauen bei Recruiter:innen und Kandidat:innen stärken. Letztlich hängt Sichtbarkeit in einer AI-gesteuerten Suchwelt nicht mehr nur von Keywords ab – entscheidend sind Autorität, Struktur und Mehrwert.

Here is the localized German translation for the final key theme, maintaining a high-level, professional tone and utilizing English terminology standard in the HR/Recruitment sector of the DACH region.

Candidate Experience: Eine Chance für Innovation

Die Candidate Experience (CX) bleibt eine zentrale Chance für Innovation. Traditionelle Bewerbungsprozesse sind oft langsam, fragmentiert und entsprechen nicht den Erwartungen jüngerer Generationen, was zu Frustration bei Kandidaten:innen und Recruitern:innen führt. Lange Formulare, mehrere Weiterleitungen und unklare Informationen führen leicht dazu, dass Bewerbende abspringen und ihr Engagement verlieren. KI kann den Bewerbungsprozess zwar beschleunigen, verschärft ohne intelligentes Matching jedoch den Aufwand beim Screening.

Aktuelle Trends zeigen, dass Bewerbungen zunehmend komplett auf der Plattform abgewickelt werden, um externe Weiterleitungen zu vermeiden. So brechen weniger Bewerbende den Bewerbungsprozess ab, das Engagement bleibt hoch, und Plattformen können aussagekräftigere Daten sammeln – was wiederum zu besseren Matching führt.

Weitere Features, die die Candidate Journey verbessern, sind KI-gestützte Vorschläge, vereinfachte Bewerbungsprozesse, personalisierte Dashboards und zeitnahe Benachrichtigungen. All dies unterstützt Kandidat:innen dabei, nahtlos vom Entdecken zur Bewerbung zu gelangen. Die Lösung hartnäckiger Herausforderungen wie Ghosting und die Gewährleistung von Transparenz in jedem Schritt stärken zudem Vertrauen und Engagement auf beiden Seiten.

Umfragedaten zeigen, dass fast 69% der Arbeitgeber hauptsächlich über Stellenmärkte einstellen, was ihre zentrale Rolle im Recruitment unterstreicht.

Die Vereinfachung und Optimierung der Candidate Journey ist daher nicht nur ein Nice-to-have, sondern eine zentrale Chance für Innovation und Differenzierung. Plattformen, die Prozesse verschlanken, Erfahrungen personalisieren und ein sinnvolles Engagement bieten, ziehen nicht nur Top-Talente an, sondern stärken auch die Beziehungen zu Arbeitgebern – und schaffen so einen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil, der über Technologie oder Traffic hinausgeht.

Durch den Fokus auf Effizienz, Engagement und Transparenz können Stellenmärkte die Candidate Experience von einem Problemfeld in einen strategischen Vorteil verwandeln.

Durch den Fokus auf Effizienz, Engagement und Transparenz können Job Boards die Candidate Experience von einem Pain Point in einen strategischen Vorteil verwandeln.

3 Praktische Erkenntnisse

Zielgruppe kennen und strategisch anpassen
Wer die Bedürfnisse von Kandidat:innen und Recruiter:innen wirklich kennt, kann Ressourcen gezielt einsetzen und Angebote punktgenau optimierenDazu lohnt es sich, über oberflächliche Kennzahlen hinauszublicken und direkt mit Kund:innen zu sprechen: Welche Stellen lassen sich nur schwer besetzen? Wo brechen Bewerbungen häufig ab? Welche Features fördern Engagement? Mit diesen Insights lassen sich Prioritäten setzen, klarer Mehrwert kommunizieren und Monetarisierungsmodelle testen, die zur Zielgruppe passen. So bleiben Stellenmärkte auch in einem sich schnell verändernden Markt resilient und wettbewerbsfähig.

KI gezielt einsetzen und Glaubwürdigkeit stärken
Künstliche Intelligenz kann viele Prozesse erleichtern – von präziseren Stellenanzeigen über Empfehlungen bis hin zu besserem Engagement. Entscheidend ist, dass sie die menschliche Entscheidungskompetenz unterstützt, aber nicht ersetzt. Gleichzeitig lohnt es sich, in strukturierte, hochwertige Inhalte zu investieren: Jobanzeigen übersichtlich organisieren, Metadaten anreichern und hilfreiche Ressourcen bereitstellen. Wer beides kombiniert – durchdachten KI-Einsatz und eine solide Content-Basis – schafft Vertrauen, erhöht die Sichtbarkeit und positioniert die Plattform als glaubwürdige Autorität im Markt.

Bewerbungsprozesse vereinfachen und flexibel gestalten
Je einfacher und reibungsloser der Bewerbungsprozess, desto eher bleiben Kandidat:innen engagiert. Lange Formulare und unnötige Schritte sorgen schnell dafür, dass Bewerbende abspringen. Plattformen, die den Bewerbungsprozess mobilfreundlich gestalten und verschiedene Wege anbieten – von One-Click-Bewerbungen über Social Logins bis hin zu Messaging-Plattformen –, holen Kandidat:innen dort ab, wo sie sich befinden. So wird aus einem potentiellen Hindernis eine Chance, das Engagement zu erhöhen und den gesamten Prozess effizienter zu gestalten.

Fazit: Die Chancen nutzen

Die Job Boards Connect Annual Conference 2025 hat gezeigt, wie sich die Stellenmarkt-Landschaft wandelt. Herausforderungen – von der KI-Adoption über wirtschaftliche Unsicherheiten bis hin zu veränderten Kandidaten-Erwartungen – bieten gleichzeitig echte Chancen für Innovation und Wachstum.

Deutlich wurde: Erfolg entsteht heute nicht durch mehr tun, sondern durch besseres Handeln – indem Qualität priorisiert, KI gezielt eingesetzt, die Zielgruppe verstanden und vertrauenswürdiger Content aufgebaut wird.

Wer diese Prioritäten annimmt, kann sich klar differenzieren, konkreten Recruitment-Erfolg erzielen und seine zentrale Rolle im Recruitment sichern. Plattformen, die bereits heute strategisch vorgehen, sind am besten positioniert, um auch morgen erfolgreich zu sein – den Markt dynamisch zu navigieren und gleichzeitig starke Beziehungen zu Recruiter:innen und Kandidat:innen aufzubauen.

Rückblick auf die Jobiqo Connect 2025 – Austausch, Einblicke und neue Perspektiven

Mit Weitsicht in die Zukunft Neue Perspektiven für die Zukunft im Online-Stellenmarkt

Unter dem Motto “Mit Weitsicht in die Zukunft” fand am 1. und 2. Oktober 2025 unser erstes Kundenevent Jobiqo Connect im k47.wien statt – hoch über den Dächern Wiens und mitten im Herzen der Recruiting-Welt. Kunden aus der gesamten DACH-Region kamen zusammen, um über die Zukunft von Online-Stellenmärkten zu diskutieren, voneinander zu lernen und gemeinsam Ideen für nachhaltigen Erfolg in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten zu entwickeln.

Markttrends und Herausforderungen Weitsicht für die Zukunft bewahren

Jobiqo CEO Martin Lenz sprach zum Auftakt über die Trends 2026 im deutschsprachigen Stellenmarkt – und warum Weitsicht statt Marketing Myopia aktuell mehr gefragt denn je ist. Eine angespannte Wirtschaftslage, der demografische Wandel, ein verändertes Bewerberverhalten und der wachsende Wettbewerbsdruck verlangen ein neues Denken: Weg vom reinen Produktverkauf, hin zu Recruiting Solutions, die Arbeitgeber wirklich unterstützen.

Video Recruiting & Social Media Die Zielgruppe dort abholen, wo sie ist

Jubin Honarfar von der Video Recruiting Plattform Whatchado zeigte in seiner Keynote „Video killed the Radio Star“, wie stark sich das Recruiting durch Social Media und Videoinhalte verändert. Plattformen wie TikTok, Instagram oder YouTube prägen längst, wie junge Zielgruppen sich informieren – auch über Arbeitgeber. 

Für Jobbörsen eröffnen sich dadurch neue Chancen: Viele Recruiting-Teams denken noch stark in traditionellen Strukturen, verfügen aber oft noch nicht über tiefes Marketing-Know-how. Genau hier können Online Stellenmärkte ansetzen – indem sie als strategische Partner auftreten, die datengetriebenes Marketing, Kreativität und technische Expertise einbringen und das Vertrauen der Job-Plattform als Basis bei den Kunden nutzen.

Success Story: Job Widget bei RUHR24 Reichweite aus eigener Kraft generieren

Wie man durch clevere Nutzung eigener Medienkanäle nachhaltig Reichweite aufbaut, zeigte Daniel Kloebbe von RUHR24JOBS. In seiner Session teilte er Einblicke, wie sein Team durch Jobiqo Job-Widgets, Content-Integration und redaktionelle Verknüpfung die Performance des regionalen Jobportals deutlich steigern konnte.

Dabei ging es nicht nur um technische Umsetzung, sondern vor allem um Strategie: Wie kann ein Stellenmarkt sein eigenes Medienumfeld als Traffic-Quelle nutzen, anstatt sich ausschließlich auf externe Reichweitenpartner zu verlassen?

Daniel demonstrierte, wie RUHR24 durch die Kombination von Jobinhalten und redaktionellen Artikeln einen klaren Mehrwert für Nutzer schafft – und gleichzeitig die Arbeitgebermarke sowie die des Stellenmarktes stärkt. Lokale Stellenmärkte, insbesondere von Reichweiten-Portalen, haben enormes Potenzial, ihre eigenen Kanäle als Reichweiten-Booster und als Instrument zur Kundenbindung zu nutzen – und damit unabhängiger, effizienter und relevanter zu werden.

Programmatic Advertising mit Jobiqo AIR 2.0 Bessere Conversions über anderer Jobbörsen als Kanal erzielen

Nahtlos knüpfte Matthias Hutterer (CTO, Jobiqo) an diese Diskussion um Reichweite und Sichtbarkeit an. In seiner Präsentation stellte er die Weiterentwicklung von Jobiqo AIR vor – eine Lösung, die programmatische Anzeigenplatzierung für Jobbörsen auf ein neues Niveau hebt.

Mit Jobiqo AIR können Stellenmärkte ihre Reichweite automatisiert und intelligent erweitern – über Jobbörsen, Aggregatoren, Social Media und Ad Networks hinweg. Neu ist das Konzept des AIR Direct Networks, das es ermöglicht, Kampagnen direkt und datengetrieben nicht nur auf den bisherigen Kanälen Social Media, Meta-Jobsuchmaschinen und Werbenetzwerken auszuspielen, sondern auch auf anderen klassischen Jobbörsen, die ein hohes Vertrauen bei den Kandidaten haben. Neue Formate, wie die Whatchado Job Reals, lassen sich sowohl als Kanal als auch als Widget auf dem Online-Stellenmarkt integrieren.

Experten Round Tables Austausch mit Tiefgang

Ein zentrales Element von Jobiqo Connect waren die Round Tables am Nachmittag. In kleinen Gruppen diskutierten Kunden gemeinsam mit unseren Experten über aktuelle Herausforderungen und Chancen im Stellenmarkt-Ökosystem. Der direkte Austausch war geprägt von Offenheit, Praxisnähe und dem gemeinsamen Ziel, Recruiting-Angebote zukunftsfähig zu gestalten.

🔎SEO im Stellenmarkt Arbeitsalltag: Potenziale richtig nutzen (Alexander Chukovski)

Alexander Chukovski (SEO & AI Experte) gab Einblicke in die aktuelle SEO-Landschaft, die durch zahlreiche Google Core- und Spam-Updates im Wandel ist. Zentrale Konzepte aus der Suchmaschinenoptimierung wie EEAT (Experience, Expertise, Authoritativeness, Trustworthiness) und technische SEO-Struktur bestimmten die Diskussion.

Jobbörsen sollten ihre inhaltliche Relevanz und technische Leistungsfähigkeit kontinuierlich im Blick behalten, um ihre Sichtbarkeit langfristig zu sichern. Die Erfahrung zeigt: Wenn technische Optimierungen, inhaltliche Qualität und regelmäßiger Content Hand in Hand gehen, wirkt sich das in der Regel positiv auf Reichweite und organisches Wachstum aus.

🧩 Stellenmarkt Produkt-Monetarisierung – Erfolgsfaktoren für ein nachhaltiges Produktportfolio 

Der Round Table von Theresa Kranz (Sr. Customer Success Managerin, Jobiqo) widmete sich einer der zentralen Fragen der Branche:  Wie können Stellenmärkte ihre Produktlandschaft so gestalten, dass sie einfach, relevant und langfristig erfolgreich bleibt?

Im Mittelpunkt standen Praxisfragen zur Portfolio-Gestaltung, Preisstrategie und Monetarisierung. Die Teilnehmenden diskutierten über die richtige Balance zwischen Reduktion und Differenzierung – wie viele Produkte braucht ein Markt wirklich, und wann wird zu viel Auswahl zum Entscheidungsparadoxon?

Ein wichtiges Thema war auch die Rolle des Self-Service: Produkte müssen so intuitiv sein, dass sich Kunden mühelos zurechtfinden. Als Praxistipp entstand die Idee, regelmäßig „fremde Augen“ auf Buchungsprozesse blicken zu lassen sowie Namen und Beschreibungen zielgruppenorientiert zu  überarbeiten (z. B. „Azubi-Paket“ statt „Basic“). Wenn Externe nicht verstehen, was verkauft wird, ist das ein Zeichen, dass Vereinfachung nötig ist. 

Zudem sprachen die Teilnehmenden über neue Monetarisierungsstrategien, wie z. B. Dienstleistungen zur Prozessvereinfachung für Arbeitgeber, die Integration von KI-Bots zur Vorqualifikation von Bewerbern oder dem Aufbau von Lebenslaufdatenbanken als zusätzliche Einnahmequelle (hier bringt Jobiqo beispielsweise zusätzlich viel internationale Expertise aus Großbritannien oder den USA). Während Flat-Modelle weiterhin beliebt sind, gewinnen Credit-basierte Modelle zunehmend an Bedeutung.

💼 Geschäftsmodelle für Stellenmärkte

Im Round Table von Selma Fetic (Projektmanagerin, Jobiqo) drehte sich alles um den Vertriebserfolg von Stellenmärkten. Die Teilnehmenden teilten ihre Strategien – von regelmäßigen Kunden-Check-ins bis zu gezieltem Upselling und datenbasiertem Reporting.  

Besonders betont wurde die Bedeutung von Produktverständnis im Vertrieb: Nur wer die eigenen Lösungen wirklich kennt, kann sie überzeugend verkaufen.a Darüber hinaus wurde über die Integration von Lebenslauf-Datenbanken, Kontaktfunktionen und Gehaltsdatenbanken gesprochen – Features, die Arbeitgeber mehr Transparenz und realistische Erwartungshaltung ermöglichen.

🧠 Künstliche Intelligenz (KI): Hype oder Potenzial?

Unter der Leitung von Aurelian Cotuna (Chief Product Officer, Jobiqo) drehte sich alles um die Frage, wie KI sinnvoll und verantwortungsvoll im Recruiting eingesetzt werden kann. Die Teilnehmenden diskutierten intensiv über die Auswirkungen der geplanten KI-Gesetzes der EU (“EU AI Act”) und waren sich einig, dass Europa mit zu starker Regulierung Gefahr läuft, seine Wettbewerbsfähigkeit zu verlieren.

Neben regulatorischen Aspekten standen auch konkrete Anwendungsfälle im Fokus. Ein gemeinsames Fazit: KI ist dann mehr als Hype, wenn sie messbaren Mehrwert schafft – etwa Kosten spart oder Umsatz steigert. Ethische Überlegungen kamen in der Diskussion auch nicht zu kurz: KI kann großartige Unterstützung leisten, darf aber nie allein über Bewerbungen entscheiden – menschliche Aufsicht bleibt unverzichtbar. Jobiqo kann hier besonders durch seinen Marktschwerpunkt in Deutschland unterstützen, da KI als auch das Thema Datenschutz und Transparenz seit vielen Jahren im Zentrum der Produktentwicklung steht.

Die Jobiqo Roadmap Innovation als Wettbewerbsvorteil

Zum Abschluss gab Aurelian Cotuna (Chief Product Officer, Jobiqo) einen Ausblick auf die Jobiqo Roadmap 2025/26. Dabei wurde deutlich: Jede Weiterentwicklung folgt einem klaren Ziel – Mehrwert für Kund schaffen und Markttrends aktiv gestalten. Im Fokus stehen vier zentrale Themen:

💵 Monetarisierung: Neue Preismodelle und integrierte Upselling-Optionen sollen Jobbörsen helfen, Umsatzpotenziale einfacher zu nutzen.

🔍 Reichweite & SEO: Technische Verbesserungen und Optimierungen in der Indexierung zielen darauf ab, die organische Sichtbarkeit weiter zu steigern.

🤖 Automatisierung & KI: Intelligente Prozesse unterstützen Teams bei Kampagnensteuerung, Content-Erstellung und datenbasierten Entscheidungen.

🤝 User Engagement & Schnittstellen: Eine stärkere Vernetzung mit Partner und Plattformen sorgt für mehr Reichweite und ein nahtloses Nutzererlebnis.

Innovation entfaltet nur dann Wirkung, wenn sie zu konkreten Ergebnissen führt – mehr Effizienz, bessere Performance und zufriedene Kunden. Jobiqo investiert gezielt in Bereiche, die unseren Kunden helfen, sich in einem dynamischen Marktumfeld erfolgreich zu positionieren.

Fazit Austausch als Antrieb für Innovation

Jobiqo Connect 2025 hat gezeigt, wie wertvoll echter Austausch in einer sich schnell wandelnden Branche ist. Zwischen strategischen Einblicken, inspirierenden Kundengeschichten und offenen Diskussionen wurde deutlich: Die größten Fortschritte entstehen dort, wo Technologie, Marktverständnis und partnerschaftliche Zusammenarbeit zusammentreffen.

Die zahlreichen Gespräche, Ideen und Impulse aus Wien liefern uns wertvolle Orientierung für die Weiterentwicklung unserer Plattform – und bestärken uns in unserem Ziel, Online-Stellenmärkte dabei zu unterstützen, langfristig erfolgreich zu bleiben.

Ein herzliches Dankeschön an alle, die mit uns diskutiert, ihr Wissen geteilt und Jobiqo Connect zu einem besonderen Event gemacht haben. Wir freuen uns schon jetzt auf die nächste Ausgabe in 2026 – mit neuen Themen, neuen Ideen und vertrauten Gesichtern.

Die führende Produkt Suite für Stellenmärkte: Möchten Sie mehr über die Jobiqo Jobbörsen Software, Search & Match oder Jobiqo AIR erfahren?

whatchado und Jobiqo bringen Video-Content und KI ins Social Media Recruiting

Video-Recruiting neu gedacht: whatchado Reals + Jobiqo AIR = maximale Reichweite mit minimalem Aufwand.

Die Video-Jobplattform whatchado und der internationale Jobbörsen-Technologieanbieter Jobiqo gehen eine strategische Partnerschaft ein, um Social Media Recruiting auf das nächste Level zu heben. Ihr gemeinsames Ziel: authentische Kurzvideos mit KI-gestützter Kampagnenautomatisierung zu kombinieren – für mehr Sichtbarkeit, bessere Zielgruppenansprache und effizientere Reichweite.

Mit den neu eingeführten whatchado Reals bietet whatchado ein innovatives Videoformat, das kurze, aufmerksamkeitsstarke Jobvideos speziell für Instagram, TikTok und LinkedIn liefert – perfekt, um auch passive Kandidat:innen zu erreichen. Ergänzt wird dieses Format durch Jobiqo AIR (Automated Intelligent Reach), das Stellenanzeigen automatisiert und datengestützt auf allen wichtigen Kanälen – einschließlich Google und Social Media – ausspielt.

Das Beste: Für Jobiqo-Kund:innen erfolgt die Integration nahtlos, ohne technische Anpassungen. Dadurch können auch kleinere Recruiting-Teams und Medienhäuser professionelles Video-Recruiting anbieten – direkt über die bestehende Jobplattform.

“Mit den whatchado Reals schließen wir eine Lücke im Markt. Wir bringen hochwertigen, mobiloptimierten Video-Content in das Recruiting – und zwar dort, wo sich die Zielgruppen heute aufhalten. In Kombination mit der Ausspielungslogik von Jobiqo AIR entsteht damit ein Produkt, das nicht nur innovativ ist, sondern sofort wirkt.”
Jubin Honarfar, CEO von whatchado

Für die Nutzer von Jobiqo-Plattformen ergeben sich unmittelbare Vorteile: Die Reals können direkt in bestehende Stellenportale eingebunden werden, ohne technisches Rework. So können auch kleinere Recruiting-Teams oder Medienhäuser ihren Kunden eine professionelle Video-Recruiting-Lösung anbieten – und das vollständig integriert in die bestehende Kampagnenlogik von Jobiqo AIR.

Durch die Partnerschaft von whatchado mit Jobiqo entsteht ein skalierbares System, das auf die aktuellen Bedürfnisse von Jobbörsen und Recruiting-Teams zugeschnitten ist:

  • Nutzung der Daten- und Marktsynergien von zwei führenden HR-Tech Unternehmen im deutschsprachigen Raum
  • KI-generierte Inhalte und Visuals sorgen für massive Zeitersparnis
  • Die Ausspielung erfolgt zielgruppengenau, automatisiert und datengestützt
  • Die Kampagnenoptimierung erfolgt kontinuierlich, auf Basis sicher verarbeiteter Performance-Daten
  • Die Lösung ist ressourcenschonend, hochgradig skalierbar und sofort einsatzbereit

Das Ergebnis: Storytelling trifft auf KI und Automatisierung – eine zukunftsfähige Lösung für datengetriebenes, skalierbares Recruiting in sozialen Medien.

„Jobiqo ist der technologische Enabler für smartes Recruiting. Unsere Kunden profitieren doppelt von dieser Partnerschaft: Sie sparen Zeit durch automatisierte Kampagnensteuerung – und erhöhen die Wirksamkeit durch echtes Storytelling. Gemeinsam können wir neue Kanäle erschließen, passive Kandidaten ansprechen und den nächsten Schritt im Social Recruiting setzen.“
Martin Lenz, CEO von Jobiqo

Zu den beiden Partner-Unternehmen:

whatchado ist eine der bekanntesten Video-Job-Plattformen und Employer-Branding- Anbieter im deutschsprachigen Raum. In mehr als 10.000 Mitarbeiter*innen-Videos geben über 600 Arbeitgeber authentische Einblicke in Berufsbilder und Unternehmenskultur. Neben dem Ziel, Jobsuchende zu inspirieren und niederschwellig zu erreichen, hat whatchado Mitte 2024 sein Modell erweitert und bietet eine datengetriebene Jobbörse im Social-Media-Feeling und mit Social-Media-Integration namens “whatchado Reals – Stellenanzeigen im Reels Format” an. Mehr dazu unter www.whatchado.com

Jobiqo ist ein führender Anbieter von modularer Jobbörsentechnologie mit Kunden in Europa und Nordamerika – darunter führende Medienhäuser wie die New York Times, Fachverlage, Hochschulen und Recruiting-Plattformen. Mit Jobiqo AIR (Automated Intelligent Reach) bietet das Unternehmen eine smarte Lösung zur automatisierten Reichweitensteigerung von Stellenanzeigen, über alle relevanten Online-Kanäle hinweg. Mehr dazu unter www.jobiqo.com

 

Pressemitteilung:

Martin Lenz von Jobiqo mit Jubin Honarfer Whatchado
Martin Lenz von Jobiqo mit Jubin Honarfer Whatchado

Medienwandel mit Verantwortung: Was beBETA 2025 gezeigt hat

Jährliche Veranstaltung vom Bundesverband für Digitalpublisher und Zeitungsverleger

Die beBETA 2025 des Bundesverband für Digitalpublisher und Zeitungsverleger BDZV zeigte einmal mehr: Die Medienbranche steht am Wendepunkt. Zwischen wirtschaftlichem Druck, technologischem Umbruch und gesellschaftlichem Anspruch wurde in Berlin deutlich, worauf es jetzt ankommt: Haltung, Unabhängigkeit und der bewusste Einsatz von Künstlicher Intelligenz.

„Wer KI versteht, gestaltet die Zukunft“

Mit diesem Statement eröffnete Digitalminister Karsten Wildberger das diesjährige Branchen-Event. In seiner Keynote stellte er seine Digitalagenda für „Next Germany“ vor –  und betonte die Rolle der Medien als vierte Gewalt im digitalen Wandel. Es folgte ein inspirierender Austausch führender Medien- und Technologie-Expert:innen zu den Herausforderungen und Chancen einer Branche im Wandel. Mehr dazu in der Pressemitteilung des BDZV.

Die Medienbranche spielt eine Schlüsselrolle, wenn es darum geht, Vertrauen in Technologien zu schaffen
Karsten Wildberger, Bundesminister für Digitales und Staatsmodernisierung

Zwei männliche Speaker auf der Bühne von beBETA Konferenz

Andreas Schmutterer (Vorsitzender der Geschäftsleitung, Augsburger Allgemeine) auf der Bühne der beBETA mit Karsten Wildberger (Bundesminister für Digitales und Staatsmodernisierung)

Die fünf zentralen Erkenntnisse von beBETA 2025

In Impulsen und Panels wurde deutlich: Die Medienbranche steht nicht nur wirtschaftlich unter Druck – sie wird jetzt eher denn je aufgefordert, ihre gesellschaftliche Rolle neu zu definieren. Die folgenden Themen dominierten die Diskussionen:

1. Journalismus als Denkwerk statt nur Content-Produktion 🧠 

In Panels mit unter anderem Prof. Dr. Miriam Meckel (Mitgründerin von ada Learning GmbH), Dr. Léa Steinacker (Mitgründerin von ada Learning GmbH) und Carsten Knop (Herausgeber, Frankfurter Allgemeine Zeitung) wurde betont, dass Journalismus nicht beliebig skaliert werden kann. Er lebt von Reflexion, Haltung und Verantwortung. Gerade im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz kommt es darauf an, den journalistischen Kern nicht aus den Augen zu verlieren.

2. Guter Journalismus ermöglicht Selbstermächtigung 💬

„Information bedeutet Selbstwirksamkeit“, so der Tenor mehrerer Beiträge. Denn Qualitätsjournalismus befähigt Menschen, Entscheidungen zu treffen und sich gesellschaftlich einzubringen – eine Funktion, die in Zeiten von Desinformation und Vertrauensverlust besonders wichtig und gefragt ist.

3. Unabhängigkeit bleibt das Fundament 🛡️ 

Ein weiteres Thema der Diskussionen war die Frage, wie sich Geschäftsmodelle, redaktionelle Strukturen und technologische Prozesse so gestalten lassen, dass sie die journalistische Unabhängigkeit langfristig sichern. Besonders im Fokus standen dabei Strategien zur Verringerung der Abhängigkeit von großen Plattformen sowie die Notwendigkeit, algorithmische Entscheidungsprozesse transparent und nachvollziehbar zu machen.

4. KI als Unterstützung – nicht als Ersatz 🤖

Ob Meta demnächst Agenturen und Medien „wegrationalisiert“, war Thema unter anderem bei Diskussionen mit Julia Tran (Chief Operations Officer, Mediahuis Aachen GmbH), Cecil von Busse (General Manager Germany POLITICO, Axel Springer) und Sönke Marahrens (Oberst der Bundeswehr / Abteilungsleiter, Zentrum Digitalisierung der Bundeswehr). Folgender Konsens bleibt: KI kann Produktivität steigern und repetitive Aufgaben übernehmen – aber sie darf journalistische Verantwortung nicht ersetzen. Der Mensch bleibt zentral („Human in the Loop“). Auch wir bei Jobiqo arbeiten mit Künstlicher Intelligenz in unserer Technologie – vor allem um repetitive Aufgaben und Prozesse zu automatisieren und so Effizienz zu steigern, damit sich unsere Kunden Zeit sparen und auf jene Themen fokussieren können, die den Human Touch benötigen.

Lernen Sie mehr über unsere KI-gestützte Reichweitenplattform für Jobbörsen:

5. Medienpluralismus erfordert Technologie UND Haltung 📢

Ein starkes Plädoyer für Medienvielfalt kam von Birte Hackenjos (CEO und Geschäftsführende Direktorin, Haufe Group SE), Georg Burtscher (Geschäftsführer, Russmedia Österreich) und Larissa Pohl (Geschäftsführerin, Wunderman GmbH). Es brauche ein Zusammenspiel aus Innovation, ethischen Leitlinien und politischem Rahmen, damit Medien weiterhin als vierte Gewalt wirken können.

Speaker auf der Bühne mit Präsentation zum Thema "Wie stark nutzen wir KI am Beispiel Persönlicher Assistent"

Georg Burtscher (Geschäftsführer, Russmedia Österreich) auf der Bühne zum Thema “Was gewinnt, was geht verloren – wenn Medienhäuser KI einsetzen?”

Der Wandel braucht neue Geschäftsmodelle – auch im Recruiting

Ein wichtiges Thema am Rande der Veranstaltung: Wie sichern Medienhäuser langfristig ihre wirtschaftliche Basis? Neben Paid Content, Events und Newsletter-Angeboten gewinnt insbesondere der digitale Recruitingmarkt an Bedeutung. Verlage können durch spezialisierte Stellenplattformen nicht nur neue Erlösquellen erschließen, sondern auch ihre redaktionelle Relevanz stärken – etwa durch die gezielte Ansprache regionaler Fachkräfte oder die Integration beruflicher Inhalte.

Technologiepartner wie wir bei Jobiqo unterstützen Medienhäuser dabei, solche Plattformen zu entwickeln und zu betreiben – skalierbar, nutzerzentriert und unabhängig von großen Plattformen.

Sie möchten mehr über unsere Stellenplattformlösung erfahren? Kontaktieren Sie uns heute noch:

beBETA 2025: Starker Austausch, klare Impulse

Die beBETA 2025 hat gezeigt, wie viel Potenzial in einer Branche steckt, die sich aktiv mit Wandel, Verantwortung und neuen Technologien auseinandersetzt. Es war inspirierend zu sehen, wie offen über Chancen, Herausforderungen und neue Wege gesprochen wurde – von KI über Medienvielfalt bis hin zu tragfähigen Geschäftsmodellen. Vielen Dank an den BDZV, Andreas Schmutterer, Helene Pawlitzki und Laura Terberl für die Einladung und die gelungene Organisation eines Events, das Impulse gesetzt und Lust auf mehr gemacht hat.

Highlights und Impulse vom The Future of German Media Summit

The Future of German Media - eine Initiative von Madsack Zwischen Aufmerksamkeitsspanne und Abo-Modellen: Was der Future of German Media Summit der Medienbranche - und Stellenportalen - mitgibt

1,7 Sekunden

So lange haben Inhalte auf Social Media Zeit, um zu überzeugen – ob weitergelesen oder weiter geswipt wird. Diese Zahl, die beim  The Future of German Media Summit der MADSACK Mediengruppe am 22. Mai in Hannover alle aufhorchen ließ, bringt die Herausforderungen der digitalen Medienwelt auf den Punkt. Sie ist auch über den Journalismus hinaus relevant: Für Betreiber von Stellenportalen, deren Kandidat:innen mehr und mehr auf Sozialen Netzwerken zu offenen Stellen gelockt werden.

Gen Z Influencer auf der Bühne der Future of German Media

Fabian Grischkat, Newsfluencer und selbst Gen Z, über die durchschnittliche Aufmerksamkeitsspanne auf Facebook

Unser Jobiqo Geschäftsführer Martin Lenz war vor Ort und hat mit Vertreter:innen führender Verlage und Medienhäuser über den Stand der digitalen Transformation, Relevanz von Social Media und Geschäftsmodelle für Stellenportale diskutiert. Der Summit bot nicht nur Einblicke in redaktionelle Strategien, sondern auch in Geschäftsmodell-Innovationen. Durchaus auch relevante Tipps und Tricks für die Stellenmarktstrategien unserer Verlagskund:innen.

Kurs auf 2033

Thomas Düffert, Geschäftsführer der MADSACK Mediengruppe, brachte den Wandel auf den Punkt: „Die letzte gedruckte Zeitung erscheint im Jahr 2033.“ Eine provokante, aber strategisch gemeinte Prognose, die unterstreicht, wie ernst die Branche ihre digitale Zukunft nimmt. Die Konsequenz: Verlage müssen sich jetzt so aufstellen, dass digitale Geschäftsmodelle nachhaltig funktionieren – mit Datenfokus, Plattformlogik und zielgerichteter Monetarisierung.

Thomas Düffert, Geschäftsführer der Madsack Mediengruppe

Thomas Düffert, Geschäftsführer der Madsack Mediengruppe

Medien im Wandel – was heißt das für digitale Plattformmodelle?

Die zentrale Frage: Wie gelingt der Übergang von traditionellen Printverlagen zu digitalen Medienunternehmen mit nachhaltiger Monetarisierung? Dabei rückten einige Themen in den Vordergrund, die auch für Jobportale entscheidend sind:

  1. Vertrauen als Währung: Julia Becker (FUNKE Mediengruppe) betonte die Bedeutung langfristiger Glaubwürdigkeit in Zeiten des KI-Hypes. Auch für Plattformen im Recruitingbereich ist Vertrauen entscheidend – für Publisher ebenso wie für Jobsuchende.

  2. Von der Marke zur Plattform: Thomas Lindner (Frankfurter Allgemeine Zeitung) forderte ein Umdenken vom statischen Produkt Print hin zu dynamischen, datengetriebenen Plattformmodellen. Gerade Stellenportale bieten hier viel Potenzial, neue digitale Erlösquellen zu erschließen und das klassische Printanzeigengeschäft zu erweitern.

  3. Technologie als Enabler: Kai Röhrbein (Vorsitzender Verband Deutscher Lokalzeitungen und Lokalmedien VDL und Verleger der Walsroder Zeitung) sieht in Software-as-a-Service Lösungen ein wichtiges Mittel zum Zweck, um Innovation vor allem auch in kleineren Medienhäusern – gerade im Wettbewerb mit großen Mediengruppen wie MADSACK oder FUNKE, die durch Zukäufe wachsen – zu ermöglichen. Das deckt sich mit unserer Philosophie: Zugang zu skalierbaren digitalen Geschäftsmodellen – unabhängig von der Größe des Hauses:  Unsere end-to-end Stellenportallösung wird von regionalen und lokalen Zeitungsverlagen wie Der Teckbote, Nordkurier, MeinBezirk als auch überregionale Medienhäuser wie MADSACK Mediengruppe, Mediengruppe Pressedruck, FUNKE und mehr verwendet.

Die Demokratisierung der Software Investitionen durch Software-as-a-Service modelle erlaubt es auch kleineren Verlagen technisch aufzuholen
Karl Röhrbein, Verleger der Walsroder Zeitung und Vorsitzender des VDL über die Herausforderungen der “Kleinen” Verlage

Sie möchten mehr über unsere Stellenplattformlösung erfahren? Kontaktieren Sie uns heute noch:

Generation Z: Präsenz entscheidet

Das Ringen um die Aufmerksamkeit der jüngeren Generationen, die Medien konsumieren und mit Medienhäuser interagieren, lässt Verlags- und Medienhäuser nicht ruhen. Social Media Kanäle sind gar nicht mehr wegzudenken, um die Nutzer zu erreichen – so auch für Stellenportale.

  • 82% der Nutzer empfinden soziale Netzwerke als Alltag
  • 58% könnten sich ein Leben ohne soziale Netzwerke nicht mehr vorstellen
  • 55% nützen soziale Netzwerke als Tool um über die Weltgeschehen informiert zu bleiben
Fabian Frischkat Social Media Empfindung auf der Bühne des Summits

Fabian Grischkat mit Gen Z Statistiken auf der Bühne von The Future of German Media Summit in Hannover

Bei Jobiqo unterstützen wir unsere Stellenmarkt-Kunden mit unserem KI-gestützten Reichweitenprodukt Jobiqo AIR dabei, genau diesen Zugang zu Nutzern – vor allem zur jüngeren Zielgruppe zu schaffen. Durch KI-basierte Zielgruppenansprache und optimierte Distribution von Stellenanzeigen in relevanten Social-Media-Kanälen wird sichergestellt, dass eine offene Stelle über die Grenzen des eigenen Stellenportals hinaus, passiv-suchende Kandidat:innen zu erreichen. 

Möchten Sie auch passiv-suchende Kandidat:innen erreichen? Wir zeigen Ihnen gerne wie:

Ein starkes Signal für die Branche

Der erste The Future of German Media Summit hat eindrucksvoll gezeigt, wie konstruktiver Austausch, innovative Perspektiven und mutige Geschäftsmodelle den digitalen Wandel im Medienbereich voranbringen können. Unser besonderer Dank gilt der MADSACK Mediengruppe für die gelungene Organisation und Einladung zu diesem inspirierenden Branchentreffen – ein Format mit Vorbildcharakter für die Zukunft des Qualitätsjournalismus und der digitalen Plattformökonomie.

Jobiqo und das Karriereportal der Uni Münster sind für die DJAx Awards 2025 nominiert!

Wir freuen uns, dass Jobiqo erneut als Finalist bei den renommierten DJAx Awards von Job Boards Connect nominiert wurde! 

Nachdem wir im letzten Jahr die Auszeichnung als „Bester Anbieter für die Jobbörsenbranche“ gewonnen haben, fühlen wir uns geehrt erneut in dieser Kategorie sowie für den „Technology Innovation Award“ nominiert zu sein. Diese Anerkennung bestätigt unser Bestreben, die besten und innovativsten Lösungen für unsere Kunden und Partner über die Jobbörse hinaus weltweit bereitzustellen.

Für noch mehr Begeisterung sorgt die Nominierung unseres Kunden Universität Münster in der Kategorie „Outstanding Scale-Up Achievement – Niche Job Board“! Die Nominierung zeigt, wie wir Unternehmen beim Markteintritt mit unserer innovativen Software und Expertise bei der Positionierung und Skalierung unterstützen können.

Wir stolz auf unser unglaubliches Team, das mit Leidenschaft und Engagement unseren Erfolg vorantreibt. Es ist eine große Ehre, unter den führenden Unternehmen der Branche für unsere Leistungen anerkannt zu werden, und wir bedanken uns bei allen, die uns auf diesem Weg unterstützen.

Wir freuen uns auf die Preisverleihung in London und auf’s Feiern mit den anderen Finalisten und Branchenkollegen. Viel Glück an alle Nominierten und ein großes Dankeschön an Job Boards Connect für diese fantastische Anerkennung!

Möchten Sie erfahren, wie unsere preisgekrönte Technologie Unternehmen zum Erfolg verhilft?

5 Trends, die Online-Stellenmärkte im Jahr 2023 beachten sollten

Die Online Recruiting Branche ist nach wie vor ein dynamisches Marktumfeld im deutschsprachigen Raum. Trotz zunehmender Ängste vor einer Rezession und geopolitischen Unsicherheiten ist die Nachfrage bei Online-Stellenmärkten stetig gewachsen.

Das wachsende Umfeld von potenziellen Partnern im Ökosystem von Online-Jobbörsen und die – mittlerweile greifbaren – Anwendungsmöglichkeiten von künstlicher Intelligenz bieten völlig neue Perspektiven. Werden die Möglichkeiten von Netzwerkpartnern und Technologieanbietern genutzt, können intelligentere und effizientere Lösungen für Arbeitgeber und Kandidaten auf den Stellenmärkten umgesetzt werden.

Für das Jahr 2023 erwarten wir folgende Trends

Insbesondere Akteure im Umfeld von Online-Stellenmärkten, Verlagswesen, Personalvermittlung sowie Technologieanbieter im HR-Umfeld sollten folgende Trends beobachten:

  • Die Nachfrage nach Kandidaten wächst trotz wirtschaftlicher Herausforderungen
  • Chancen für höhere Preise bei Stellenanzeigen
  • Der (langsame) Anstieg von Programmatic Advertising bei Stellenanzeigen
  • Diese Ökosystempartner und Wettbewerber sollten Jobbörsen beobachten
  • Microsofts ChatGPT, Googles BARD & Co: Künstliche Intelligenz wird nun für eine breitere Masse zugänglich

#1. Die Nachfrage nach Kandidaten wächst trotz wirtschaftlicher Herausforderungen

Die Europäische Kommission geht davon aus, dass die Wirtschaftswachstumsrate innerhalb der EU 2023 bei 0,8 % liegen wird und damit der Sturz in die Rezession „knapp“ vermieden werden kann. Diese Prognose schafft wachsenden Optimismus für den weiteren wirtschaftlichen Kontext.
Einige Sektoren werden jedoch mehr als andere von der wirtschaftlichen Gesamtsituation gefordert sein. Laut Untersuchungen von SIA, einem globalen Berater für Personal- und Recruiting-Lösungen, hat der Fachkräftemangel im Jahr 2022 erneut einen Höhepunkt erreicht – in vielen Sektoren wird der Fachkräftemangel weiterhin hoch bleiben. 75 % der Unternehmen gaben bei einer Umfrage von SIA an, dass sie Schwierigkeiten haben, geeignete Talente für offene Stellen zu finden.
Dieses Phänomen unterstreicht die wichtige Rolle von Jobbörsen für die Erschließung von passenden Kandidaten. Obwohl eine kontinuierliche Konsolidierung der Marktteilnehmer zu beobachten ist, bleibt der Online-Stellenmarkt nach Regionen und Branchen stark fragmentiert, was zu einer wachsenden Nachfrage und somit Potenzial für spezialisierte regionale oder branchenspezifische Job-Plattformen führt.

#2. Chancen für höhere Preise bei Stellenanzeigen

Betreiber von führenden Online-Stellenmärkten haben zwar eine Verlangsamung des Wachstums von veröffentlichten Stellenanzeigen festgestellt, können jedoch gleichzeitig eine Erhöhung der Preise pro Stellenanzeige beobachten. Das Anbieten von Employer-Branding-Produkten kann Jobbörsen gleichzeitig eine zusätzliche Differenzierung im starken Wettbewerb ermöglichen. Das reine Durchschalten von Print-Anzeigen kann die tatsächliche Nachfrage von Unternehmen nicht mehr decken, weshalb sich auch Job-Plattformen im Verlagsbereich noch mehr als “Trusted Advisor” etablieren müssen, um Arbeitgebern die beste Kombination aus Reichweite- und Positionierungsmöglichkeiten zu bieten.

Die Einführung neuer Produkte und Services ist auch ein guter Zeitpunkt für Preisanpassungen, solange diese nicht nur zur Erhöhung der eigenen Margen dienen. Der Wettbewerb in der Branche wächst auch im deutschsprachigen Raum stark und um weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen Betreiber kontinuierlich in das Branding und das Marketing ihrer Jobbörse investieren. In unserem Whitepaper “Job Board Model Playbook” gibt es weitere Einblicke in die gängigsten Geschäftsmodelle und Preisstrategien für Online-Stellenmärkte.

# 3. Der (langsame) Anstieg von Programmatic Advertising bei Stellenanzeigen

„Programmatic Job Advertising,“ (programmatische Werbung), ist ein Trend, der – nach den USA und Großbritannien – nun auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz Einzug hält. Mit Programmatic Job Advertising werden Stellenanzeigen automatisiert und intelligent unter Anwendung von Performance-Marketing Mechanismen wie beispielsweise dem Reichweitezukauf auf Basis von Cost-per-Click (CPC) oder Cost-per-Application (CPA) ausgespielt.
Diese Formen der performance-basierten Reichweite haben im letzten Jahr viel Aufmerksamkeit in den Medien erhalten. Das Versprechen, dass Programmatic Advertising für Stellenanzeigen den Online-Recruiting-Markt schnell disruptiert, wurde letztendlich nicht eingehalten. Abhängig von Branche, Stellenumfang oder Volumen ist Programmatic Advertising allerdings eine interessante Erweiterung des eigenen Angebots. Mehr und mehr Anbieter in Europa werden ähnliche Dienstleistungen anbieten, da innerhalb der Branche der Bedarf zur Verbesserung der Qualität und der Conversion Rate durch eine leistungsbasierte Traffic-Akquise steigt. Werden die Vorteile der leistungsbasierten Reichweite proaktiv genutzt und wird dadurch gleichzeitig ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Quantität und Qualität der Bewerber und Bewerbungen garantiert, dann steht dem Erfolg einer Jobbörse im Jahr 2023 nichts mehr im Weg.

# 4. Diese Ökosystempartner und Wettbewerber sollten Jobbörsen beobachten

Google und Meta werden weiter in der Bedeutung als Partner für die Reichweitengewinnung wachsen. Jobbörsen sollten daher nach ihnen Ausschau halten, insbesondere Google scheint sich nun neu zu positionieren. Die Suchmaschine investiert derzeit mehr in die Verbesserung der Google for Jobs-Erfahrung, während andere HR-Produkte wie Google Hire oder mehrsprachige Google Job Cloud-Lösungen eingestellt werden.
Auch Facebook geht seit letztem Jahr in eine andere Richtung: Facebook Jobs wurde Ende 2022 in den USA und Kanada eingestellt und wird stattdessen ein Partner für bezahlte Kampagnen für passive Bewerber bleiben.
Indeed und LinkedIn hingegen haben Recruiting im Kern ihres Geschäfts und werden die wichtigsten Konkurrenten in der Branche sein, die es zu beobachten gilt. Die Marktdurchdringung der beiden „Powerhäuser“ wächst weltweit. Ein Blick auf den Erfolg der beiden Plattformen in Zahlen: Zusammen haben diese im Jahr 2022 fast 50 % des Gesamtumsatzes im globalen Online-Stellenmarkt erwirtschaftet. Jobbörsen-Betreiber sollten sich jedoch nicht vom Erfolg der größten Konkurrenten blenden lassen. Die eigene “Value Proposition” und die Differenzierungsfaktoren sollten jetzt umso mehr geschärft werden – mehr dazu ist in unserem Whitepaper “Job Board Strategy Debunk” nachzulesen. Die Konzentration auf SEO und Branding-Optionen erlaubt die Nutzung der vielen Vorteile des Ökosystems, in dem sich die eigene Jobbörse befindet.

# 5. Microsofts ChatGPT, Googles BARD & Co: Künstliche Intelligenz wird nun für eine breitere Masse zugänglich

Künstliche Intelligenz (KI), insbesondere Teilbereiche wie Machine Learning oder Deep-Learning, haben noch keinen der bestehenden Anbieter disruptiert. Aus der gewonnenen Expertise mit Jobiqos KI-gestützter Matching-Technologie, als Teil unseres Plattform-Angebots, sehen wir die Anwendungsmöglichkeiten von KI als unterstützende Werkzeuge zur Verbesserung von Services: von der automatischen Klassifizierung von Jobs bis zur intelligenten Steigerung der (programmatischen) Reichweite. Künstliche Intelligenz wird dazu beitragen, Kosten zu sparen und gleichzeitig bessere Suchergebnisse für Kandidaten zu erzielen und die Kandidaten-Experience zu verbessern.
Mit ChatGPT und OpenAI kann in vielen Branchen ein größerer Wandel herbeigeführt werden. Für Stellenbörsen könnte es laut einiger Marktexperten kurzfristig zur Verbesserung von Stellenbeschreibungen eingesetzt werden. Der Hintergrund dafür ist der Gedanke, dass „die Stellenanzeige fast immer etwas ist, was verbessert werden kann“. Rechtliche Bedenken sind natürlich insbesondere in Europa zu berücksichtigen, es wird 2023 aber zu einem deutlichen Anstieg von Ideen innerhalb des Marktes kommen. Der einfache Zugang zu KI-Anwendungen durch Plattformen wie ChatGPT wird diese Möglichkeiten jedenfalls schneller vorantreiben.

Zusammenfassung

2023 verspricht ein aufregendes Jahr im Bereich Online-Recruiting und Stellenmärkte zu werden. Trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten bleibt die Nachfrage nach spezialisierten Lösungen in einem fragmentierten globalen Recruiting-Markt sehr stark. Des Weiteren können Jobbörsen von neuen Möglichkeiten profitieren, wie z.B. der Preisgestaltung und Erweiterung ihres Angebots durch Employer-Branding Produkte. Auch Programmatic Advertising und leistungsbasierte Reichweite werden eine interessante Erweiterung der Serviceoptionen darstellen. Zudem bieten aufkommende KI-Anwendungen wie ChatGPT das Potenzial, Stellenanzeigen und die allgemeine Benutzerfreundlichkeit der Jobbörsen zu verbessern.

Um wettbewerbsfähig zu bleiben, sollten Job-Plattformen in SEO und Marketing investieren. Zudem empfiehlt es sich für Jobbörsen mit Partnern wie Google und Meta zusammenzuarbeiten. Mit dem richtigen Ansatz können Stellenbörsen ein leistungsfähiges Instrument für Arbeitgeber sein, um jene Teams aufzubauen, die sie für ihren Erfolg brauchen. Auch Bewerber profitieren von verbesserten Lösungsansätzen, über die sie schneller und einfacher sinnvolle Arbeit für sich finden.

Wir befinden uns in spannenden Zeiten.

Sollen wir Ihren Online-Stellenmarkt auf den letzten Stand der technischen Möglichkeiten bringen? Mit der flexiblen Jobbörse-Software, der KI-basierten Such- und Matching-Technologie und Programmatic Job Advertising bietet Jobiqo ein breites Spektrum an Möglichkeiten, um Ihre Job-Plattform zukunftssicher zu machen.

Lernen Sie mehr darüber wie Sie mit Jobiqo Ihre Jobbörse wettbewerbsfähig machen